Der Versuch, einmal nicht in der Schule oder Zuhause zu arbeiten, ist kläglich gescheitert. Ich wollte endlich mal die Vorteile meines emobile-Internetzugangs, mit dem ich überall online gehen kann, nutzen und im Excelsior Caffé in Sannomiya die nächste Unterrichtseinheit planen. Dazu mein neues Lieblingsherbstgetränk bestellt (Tiramisu-Latte), Kekse und Zigaretten (Hier gibt es kein Rauchverbot! Leif: KEIN Rauchverbot!!!)… kaum hatte ich den Rechner hochgefahren, setzte sich allerdings eine Gruppe junger Japaner an meinen Tisch und fing an, mich über meine Meinung zu japanischer Musik, Filmen, Frauen („kawaii des, neee??“), Europa, Deutschland und den HSV auszufragen. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass keiner wirklich Englisch sprechen konnte und sich mein Japanisch auf eine Handvoll Sätze beschränkt, darunter so wichtige Sachen wie „Ich lerne Japanisch“ oder „ich bin Ausländer“ (nur für den Fall, dass man es nicht sehen sollte). Naja, war trotzdem ein lustiges Gespräch, bzw. „Gespräch“. Ich hatte reichlich Gelegenheit, meine Lieblingsfloskel einzusetzen: Kopf schief halten und irritiert „Eeeeeeh?“ sagen. Zum Arbeiten bin ich natürlich nicht gekommen, das muss dann wohl doch wieder allein am Schreibtisch nachgeholt werden. Fühlt sich ja dann auch eh viel mehr nach arbeiten an… Stattdessen habe ich im Café aber noch schnell auf der (japanischen) Homepage von American Apparel nach Hemden geschaut. Nach Hemden, deren Ärmel bei mir nicht nur bis zum Ellenbogen gehen…
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ts ts ts!
ich komme auch SEHR GUT mit rauchverboten aus.
sowas aber auch.